August 19th, 2017
Fans bei der WM 2014

WM 2014: Public Viewing in Berlin, München & Hamburg

Das Fußballfieber erfasst Deutschland – nur noch wenige Tage und es geht wieder los. In São Paulo wird mit der Partie zwischen Brasilien und Kroatien am Donnerstag, den 12. Juni, das erste Spiel der Fußball WM 2014 angepfiffen. Und Deutschland wird hoffentlich bis zum 13. Juli mit der deutschen Nationalmannschaft mitfiebern. Und wo kann man das besser, als auf den Fanmeilen der Republik. Beim Public Viewing feiern Jung und Alt gemeinsam, Jubeln über Siege und trösten sich über Niederlagen hinweg.

Der Staat hat ein Herz für den Fußball

Public Viewing WM 2014

Mit der Fußball WM fällt auch der Startschuss für das Public Viewing // Quelle: Fotolia

Die Deutschen nehmen es ja sehr genau mit Vorschriften und Genehmigungen. Fußball – Volkssport Nummer Eins – scheint jedoch eine Zauberwirkung zu haben, die Sondergenehmigungen ohne viele Probleme nach sich ziehen kann. So wurde für die Fußball WM 2014 eine Sonderverordnung erlassen, die das strenge Lärmschutzgesetz in Deutschland zum Teil außer Kraft setzt. Das Bundesimmissionsschutzgesetz schreibt vor, dass in Wohngebieten der Lärmpegel keine 40 dB(A) überschreiten darf. Orte, an denen Public Viewing veranstaltet wird, werden als Sportstätten deklariert und der Besuch der Veranstaltungen einem Besuch im Stadion gleichgesetzt. Bedenkt man, dass von den auszutragenden 64 Spielen nahezu die Hälfte wegen der Zeitverschiebung erst um 22 Uhr anfangen, ist dies eine gute Entscheidung. Die Veranstalter des Public Viewing werden auf alle Fälle alle deutschen Begegnungen zeigen. Die ersten Termine stehen mit dem 16. Juni 2014 (Deutschland – Portugal), dem 21. Juni 2014 (Deutschland – Ghana) und dem 26. Juni 2014 (USA – Deutschland) bereits fest und hoffentlich werden es noch viele mehr.

Berlin – Epizentrum der Fanmeilen

Nach den Fußballweltmeisterschaften 2006 und 2010 und der Fußball-EM 2008 soll auch in diesem Jahr in Berlin wieder die längste Fanmeile Deutschlands entstehen. Auf der Straße des 17. Juni wird es zu allen Spielen der deutschen Mannschaft der Fußball WM 2014 ein großes Fußballfest zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor geben. Der Eintritt soll frei sein, eigene Speisen oder Getränke dürfen aber nicht mitgebracht werden. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze, denn der Fan Park ist durch gesonderte Eingänge abgesichert. Und auch andere Berliner Stadtbezirke schließen sich der Sonderreglung an. So darf auch in Kneipen und Biergärten bis zum Ende der Spiele geöffnet werden. Das wird sicher vor allem in Szenekneipen und beim Italiener um die Ecke sehr interessant werden, da man sich hier nicht nur auf die deutschen Spiele beschränkt, sondern mit der eigenen Nationalmannschaft mitfiebert. Auf der Internetseite der Stadt Berlin gibt es im Übrigen einen guten Überblick über Veranstaltungsorte, da sich hier Berliner Kneipen, Restaurants, Sportvereine und Nachbarschaftsvereinigungen eintragen können. Der Eintritt ist zumeist frei und für das leibliche Wohl ist in der Regel gesorgt. Der Zweitligist 1. FC Union Berlin plant übrigens das größte Wohnzimmer Deutschlands. Im Vereinsstadion sollen Berliner die Möglichkeit erhalten, ihr Sofa aufzustellen, um so ganz bequem die Begegnungen der Fußball WM 2014 zu verfolgen.

München – Brasilianisches Flair an der Isar

Je weiter man in den Süden kommt, umso temperamentvoller werden die Menschen. Und dass die Bayern etwas von Fußball verstehen, müssen selbst die Neider eingestehen. So wird auch zur Fußball WM mit Superlativen gespielt. Neben den vielen Biergärten, in denen bei einer Maß über die Taktik der Mannschaften gefachsimpelt wird, gibt es auch im Olympiastadion Public Viewing. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Für 8 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 6 Euro (Kinder von 6 bis 14 Jahre) haben hier 23.000 Menschen auf der überdachten Haupttribüne auf einer 140 Quadratmeter großen Videoleinwand ein unvergessliches Fußballerlebnis. Im Hirschgarten, einem der renommiertesten Biergärten in Nymphenburg, werden für 7.500 Zuschauer vier Großbildleinwände aufgestellt. Und wie auch in anderen Städten wird man sicher in der Kneipe um die Ecke oder der Gartengemeinschaft auf das eine oder andere Tor der deutschen Nationalmannschaft anstoßen können.

Hamburger Nächte

Die Hamburger sind ja in der Regel etwas zurückhaltender. Dass sie aber auch anders können, wird sich in diesem Jahr zur Fußball WM 2014 auf dem Hamburger Heiligengeistfeld zeigen. Hier können bis zu 70.000 Fußballfans live bei den deutschen Begegnungen dabei sein. Auf dem Heiligengeistfeld ist der Eintritt wie bei fast allen Public Viewing Veranstaltungen frei. Jedoch sollte man sich schon rechtzeitig auf den Weg machen, damit man den Anstoß nicht in der Einlasskontrolle verpasst. Hamburg ist ebenfalls für seine viele Sportbars bekannt und auch hier lässt man es sich nicht nehmen, die Spiele der Fußball WM 2014 zu übertragen. Im Gegensatz zu den großen Events kann man hier auch die vielleicht nicht ganz so bekannten Mannschaften sehen. Eine Neuauflage erlebt auch der Fun Park, wo man sich als lebende Fußballfigur beim Kickern versuchen kann. Wer mit offenen Augen durch Hamburg geht, wird sich dem speziellen Fußballflair sicher nicht entziehen können und auch seinen persönlichen Public Viewing Platz finden.

Fanjubel WM 2014

Fanjubel auf Deutschlands Fanmeilen bei der WM 2014 // Quelle: Fotolia

Mitfeiern statt Spielverderber sein

An Public Viewing wird auch in diesem WM Jahr 2014 keiner vorbeikommen. Für diejenigen, die nicht fußballinteressiert sind, sei angemerkt, dass am 13. Juli 2014, dem Tag des großen Finales, wieder Ruhe für die nächsten vier Jahre ist. Wer sich durch die Feierlaune seiner Mitmenschen gestört fühlt, sollte sich auf den Weg machen und einfach mitfeiern. Fanmeilen und Public Viewing gibt es in jeder größeren Stadt. Einen Amerikaner sollte man allerdings nicht mit den Worten: „You like to go with me to the public viewing?“ ansprechen, denn der könnte das unter Umständen falsch verstehen. Public Viewing ist nämlich eine deutsche Wortschöpfung und bedeutet im amerikanischen Englisch so viel wie eine öffentliche Leichenschau.

Falls Sie während der WM 2014 Plätze in Lokalen mit Public Viewing reservieren möchten, können Sie das bequem online über Shore tun.

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2 Comments

  1. Khoa
    1. Juni 2014

    Supertolle Tipps: Du hast dich gut informiert ;). Das Backstage ist für mich das mekka unter den Fußballlocations und hier kann man schön abfeiern. Und die vielen Bars auf der Leopoldstraße sind nicht übel!

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  2. Manuel
    22. Mai 2014

    Danke für die Informationen! Mindestens eines der Deutschland Spiele würde ich sehr gern in einer der aufgelisteten Fanmeilen besuchen!!

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